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Liebe Mitglieder,
ich melde mich aus dem After-Wahlkampf-Tief endlich wieder bei euch.
Allem voran: Danke für die Unterstützung, die ich im Wahlkampf von einigen von euch erfahren durfte. Viele konnten aus gesundheitlichen Gründen nur von zu Hause aus mit guten Worten oder dem verbreiten unserer Inhalte in den Sozialen Netzwerken helfen, dafür bin ich euch aber genauso dankbar, wie für die Wenigen, die beim Plakatieren und Flyern mit angepackt haben. Das ist knochenharte Arbeit und das Wetter war auch alles andere als ideal.
Das Landesergebnis trifft uns alle hart und tief. Da gibt es nichts zu beschönigen, nichts zu analysieren und von unserer Ebene aus auch erstmal nichts zu ändern. Ich kann euch aber versichern, dass das Wahlkampfteam des Landes, das sind überwiegend die Mitarbeitenden der LGS, absolut alles gegeben hat. Ich war Teil des Teams und kann euch klar sagen, dass an ebendiesem nicht gehangen hat. Ich empfehle euch für die Analyse des Wahlergebnisses zum einen die Analyse vom Genossen Bastian Stock (ehem. Kreisvorsitzender Landau) und zum anderen die der Rosa Luxemburg Stiftung. Die Links dazu sind:
https://shared-assets.adobe.com/link/fd4d205c-f196-499c-77e2-9cbc3c2ee031
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/wahlanalysen/WNB_LTW21_BW-RLP.pdf
Die Ergebnisse in Speyer zeigen uns, dass wir hier einiges rausholen können. Ich wurde von euch, als in der Stadt unbekannte Newcomerin, zur Direktkandidatin gewählt. Durch COVID-19 war es schwerer denn je, sich bekannt zu machen und mit den Bürger*innen ins Gespräch zu kommen. Uns blieben nur Online-Veranstaltungen und ein einziger kleiner Infostand unter strengsten Auflagen. In nur zwei lokalen Podiumsdiskussionen durfte ich unsere Inhalte und unsere Politik vorstellen und habe dabei deutlich weniger Redezeit bekommen als andere. Trotz alledem, haben wir in Speyer ganze 4,3% der Erststimmen abgeholt. Es gilt zu beachten, dass es im Vergleich zu 2016 (4,6%) einen konkurrierenden Kandidaten mehr gab: den der Klimaliste. Mit konkurrierend ist gemeint, dass sich unsere Themen und Forderungen extrem stark überschneiden.
In Sache Zweitstimmen standen wir vor einer ähnlich erschwerten Situation. Wir haben dieses Jahr stark an Konkurrenz gewonnen. Klimaliste, VOLT, DIE PARTEI und die Tierschutzpartei (alle zsm 5,7%) sind auf der Bildfläche erschienen und kosteten uns viele Stimmen. Gerade mit der Klimaliste und DIE PARTEI teilen wir uns die Wähler*innenschaft, das wären 2,3% mehr Potenzial.
Die Erststimmen lagen im Schnitt 0,6% über den Zweitstimmen. Insgesamt haben wir in Speyer mit 3,5% ordentlich über dem Landesdurchschnitt (2,5%) abgeschnitten. Ich erwarte von euch keine Zufriedenheit oder gar Euphorie, aber dafür eine realistische Einordnung unserer Ergebnisse. Wir können mehr, wir müssen nur gemeinsam lernen wie. Ich hoffe sehr, dass wir das sobald wie möglich gemeinsam angehen können. Jede*r von euch kann dazu beitragen, DIE LINKE Schritt für Schritt zu stärken.
Eure Kim
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